NABU Waldbrunn Aktivitäten Streuobstwiesen

Unser Bild zeigt Thomas Mayerhöfer (r.) mit den NABU-Vorsitzenden Gerhard Neureither (Mitte) und Bernd Mohr auf seiner Streuobstwiese bei Dielbach. Im Hintergrund sind alte Hochstamm-Obstbäume in herbstlicher Färbung zu sehen. (Foto: Hofherr)
Vor einigen Tagen lud der NABU Waldbrunn
zum Mostpressen nach Mülben, um damit für den Erhalt der
odenwaldtypischen Streuobstwiesen zu werben (wir berichteten). Neben
der Obstverwertung setzt sich der NABU auch seit vielen Jahren dafür
ein, dass neue Obstbäume rund um den Katzenbuckel gepflanzt werden. Mit
dem Erhalt von Streuobstwiesen, die nicht nur das Landschaftsbild
prägen, ist auch Lebensraum für viele Insekten- und Vogelarten bieten,
erläutert der NABU-Vorsitzende Gerhard Neureither. So ist es den
Waldbrunner Naturschützern in den letzten Jahren möglich gewesen,
mehrere Hundert Obstbäume an interessierte Bürger abgeben. Neben alten
Apfelsorten wie “Landberger” und “Roter Boskop” fanden auch
Birnensorten wie die “Pastorenbirne” und die “Brettacher Birne” ihre
Abnehmer. Darüber hinaus wurden auch Mirabellen- und Zwetschgenbäume
abgegeben, die nun die Landschaft rund um den Katzenbuckel mitprägen.
Einzigartig ist in diesem Zusammenhang das Engagement von Thomas
Mayerhöfer aus Weisbach, der bereit sechs Hektar Streuobstwiesen sein
eigen nennt. Alleine in diesem Jahr will der Naturliebhaber mit dem
ganz besonderen Hobby 50 Hochstamm-Obstbäumen anpflanzen. Die
notwendigen landwirtschaftlichen Flächen erwirbt Mayerhöfer von
Landwirten der Region. Anpflanzung, Pflege und Ernte erledigt der
Weisbacher in seiner Freizeit. Er habe einfach Freude daran, die Natur
zu erleben, so Thomas Mayerhöfer. Von der ersten Knospe über die Blüte
bis hin zur Frucht, ständig erlebe man die Veränderungen der Bäume. Da
viele alte Hochstämme, die landschaftsprägend sind, abgeholzt werden
oder kaputt gehen, müsse etwas getan werden, um die Schönheit
der Kulturlandschaft zu erhalten. Wenn dann die öffentliche Hand nichts
unternimmt, sei eben Privatinitiative gefragt, so der Naturfreund, der
leeren, ausgeräumten Landschaften nichts abgewinnen kann und sich
vielmehr am leuchtenden Herbstlaub 100 Jahre alter Obstbäume erfreut.
Die NABU-Vorsitzenden Gerhard Neureither und Bernd Mohr nutzten eine
Grundstücksbegehung, um Thomas Mayerhöfer für sein Engagement. Außerdem
überreichten sie dem Streuobstwiesenliebhaber einen hölzernen
Nistkasten, der dem NABU von der Schreinerei Schad gespendet wurden, um
damit das einzigartige Engagement von Thomas Mayerhöfer zu würdigen.